“Meedl Queedl”

Manchmal darf der Felix aufm iPad YouTube-Videos anschauen.

Und manchmal zappt er sich auf den Kanal von “Disney Collector” und schaut sich an, wie komische US-Amerikaner vorkonfektionierten Billig-Plastikschrott zusammenstecken.

Und manchmal schaut der Felix ganz gespannt hin, zeigt auf das Video und ruft ganz begeistert:

“Meedl Queedl!, Meedl Queedl!”

Und keiner von uns, weder Jana noch Ina noch ich wissen, was er meint.

Ich vermute es hat irgendwas mit Disneys Cars zu tun, genau weiß ich es nicht.

Wisst Ihr, was damit gemeint sein könnte?

Update 1

Laut Felix ist das hier Meedl Queedl:

Meedl Queedl

Trotz Recherche habe ich bisher nicht herausfinden können, wie das Auto heißt.

Update 2

Hier in diesem Video sagt die Frau (eine Japanerin?) Tatsächlich was, das so wie “Meedl Queedl” klingt.

Meedl Queedl

ADHS ist keine Störung

Klingt sympathisch, der Herr:

Zusammenfassung seiner Aussage:

  • Keine Medikamente geben
  • Mit den Kindern gemeinsam etwas gestalten/aufbauen, sich um etwas kümmern

Es geht im also weniger darum, dass Kinder viele Eindrücke und Erlebnisse brauchen (was wohl schon der Fall ist), sondern primär, dass Kinder etwas erschaffen.

Also quasi wie es für mich das größte ist, ein Software-Programm selbst zu planen, entwerfen, umsetzen und zu sehen, wie es andere nutzen. Kreativität FTW sozusagen!

Update:

Es gibt auch kritische Stimmen zu dem Herrn (oder zumindest an seinen Methoden).

Pfützenhüpfer

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Der Regen war da. Nach diesen nassen Tagen sind die Speicher der Natur auf- und überfüllt und so gibt es endlich wieder Pfützen zum hüpfen. Es ist überflüssig zu sagen, dass das Keimchen anschließend komplett trocken gelegt werden musste. Allein seine Freude und das Lachen war es mehr als wert.

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Diese Zerbrechlichkeit

Gestern, als ich Felix nach dem Haareschneiden (ja, habe ich wirklich gemacht!) kurz noch in der Badewanne gesäubert habe, ist mir wieder mit der vollen Wucht der Erkenntnis bewusst geworden, wie klein, hilflos und zerbrechlich so ein Kind doch ist. Wie es so vielen kleinen und großen Gefahren des Lebens und des Alltags ausgesetzt ist und wie unbedingt ich als Vater und meine Frau als Mutter hier schützend und lehrend dem Kind beiseite stehen müssen. Wie es sich blind darauf verlässt, dass “die Großen um ihn herum” sich schon darum kümmern, das alles gut ausgeht. Das macht mich jedes mal ganz baff und ein sehr unangenehmes Gefühl im Magen.

Und gleichzeitig sehe ich wie unbekümmert und hungrig nach Wissen, Erlebnissen und neuen Lerneindrücken unser Sohn das alles meistert. Wie er es kaum erwarten kann, morgens schon raus in den Garten, schnell auch zum Bagger, dann noch schnell eine Brezel, gleichzeitig ein Puzzle und dann Autos gucken, auf die Wiese, und noch was Essen, und …; Ihr kennt das sicher, immer in positiver Hektik und ganz viel erleben wollen. Das alles macht mir ein ganz warmes Herz und etwas feuchte Augen vor Freude. Er kennt alle die Gefahren und Zerbrechlichkeiten nicht (zum Glück), sammelt begierig alle neuen Eindrücke (positive und negative) und hat glaube ich viel Spaß am Leben. Um es mit meiner technischen Sichtweise zu sagen: Der Return-on-Invest ist bei Kindern sehr hoch, die erlebten Dinge und Situationen bringen mir täglich sehr intensive und positive Endrücke.

Ich glaube, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, dass wir unser(e) Kind(er) vor Gefahren beschützen und gleichzeitig zu selbstständigen, autonomen Menschen machen, was irgendwie auch bedeutet, sie eigene Erfahrungen selbst machen zu lassen, und somit sich auch Gefahren selbst aussetzen lassen mit dem Wissen, dass das Kind diese abschätzen und beherrschen kann um daraus gestärkt hervor zu gehen. Wir sollten den Kindern viele Eindrücke verschaffen, viele Erlebnisse bieten und sie selbst entscheiden lassen, was ihnen gefällt und was nicht. Das fängt im kleinen Alltag an (“was, Du willst Gurke mit Butter essen? Nach dann probier’s doch gerne einfach mal aus!”) und geht bis hin zu großen Ereignissen wie Urlaub, Reisen und der Besuch von Veranstaltungen (“Zoo”, “Tripsdrill”, …). Das ist eine tolle, spannende Aufgabe.

TL;DR:

Kinder sind hungrig nach Leben. Das ist fantastisch!

(Uwe)